Bush wollte in den nächsten Tagen mit führenden Mitarbeitern über eine neue Irak-Strategie beraten. Diskutiert werden derzeit in Washington verschiedene Möglichkeiten der USA. So wird auch erwogen, die Truppen deutlich zu verstärken, um der Gewalt in Irak Herr zu werden. Andere Vorschläge zielen darauf, die Nachbarländer Syrien und Iran stärker in eine Stabilisierung des Iraks miteinzubeziehen. Der Iran bot dabei auch seine Hilfe schon an, allerdings nur, wenn die USA ihre Einstellung zum Iran änderten, wie Außenminister Manutschehr Mottaki in Bahrain sagte.
Dschalal Talabani spricht von "gefährlichen" Anregungen / US-Außenministerin Condoleezza Rice setzt auf internationale Beteiligung
Bagdad/Washington · Der Bericht sei "nicht fair, nicht gerecht" und gefährde die irakische Souveränität, sagte Talabani. Als Beispiel für einige der "sehr gefährlichen Artikel" nannte der Präsident die Empfehlung, Mitglieder der einst regierenden Baath-Partei in ihre Ämter zurückkehren zu lassen. Talabani kündigte an, die irakische Regierung werde ihre Position in einem Bericht an US-Präsident George W. Bush darlegen.
Bush wollte in den nächsten Tagen mit führenden Mitarbeitern über eine neue Irak-Strategie beraten. Diskutiert werden derzeit in Washington verschiedene Möglichkeiten der USA. So wird auch erwogen, die Truppen deutlich zu verstärken, um der Gewalt in Irak Herr zu werden. Andere Vorschläge zielen darauf, die Nachbarländer Syrien und Iran stärker in eine Stabilisierung des Iraks miteinzubeziehen. Der Iran bot dabei auch seine Hilfe schon an, allerdings nur, wenn die USA ihre Einstellung zum Iran änderten, wie Außenminister Manutschehr Mottaki in Bahrain sagte.
Bush wird am heutigen Montag mit Fachleuten im Außenministerium sprechen, es folgt ein Treffen mit unabhängigen Experten im Weißen Haus. Am Dienstag gibt es eine Videoschaltung mit den Kommandeuren in Irak und US-Botschafter Zalmay Khalilzad, am Mittwoch trifft Bush Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums.
US-Außenministerin Condoleezza Rice hat sich für ein stärkeres internationales Engagement bei der Lösung der Krise im Irak ausgesprochen. Dabei nannte sie am Freitag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auch Deutschland. "Ich unterstützte die Idee einer größeren internationalen Beteiligung ganz deutlich", sagte Rice.
Der scheidende US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der maßgeblich an der Entscheidung zur Invasion im Irak zum Sturz des Regimes von Saddam Hussein beteiligt war, verabschiedete sich am Sonntag von den Truppen im Irak. Der vorher nicht angekündigte Besuch war Rumsfelds 15. im Irak seit Kriegsbeginn im März 2003. Seine Ablösung unmittelbar nach der Niederlage der regierenden Republikaner bei der Kongresswahl steht in Zusammenhang mit den Forderungen nach einem Kurswechsel in der Irak-Politik. Am 17. Dezember hat Rumsfeld seinen letzten Arbeitstag als Verteidigungsminister. Sein Nachfolger ist der ehemalige CIA-Direktor Robert Gates.
Ein Neffe des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein ist am Samstag aus einem Gefängnis westlich von Mossul im Norden des Iraks entkommen. Ein Beamter habe Ajman Sabaui bei der Flucht geholfen, teilte ein Polizeisprecher mit. Sabaui ist der Sohn von einem Halbbruder Husseins. Der Neffe wurde im vergangenen Jahr zu insgesamt 21 Jahren Haft verurteilt.